Finn Lange: Deutscher Motocross-Meister zum Abschied von der 125er
Finn Lange (#436) ist Deutscher Motocross-Meister 2026 in der 125er-Klasse – und hat damit sein großes Saisonziel erreicht. Fünf von neun DM-Veranstaltungen gewann er, vier davon in Folge. Bei den ADAC MX Masters fuhr er zweimal auf Gesamtrang 4 und wurde am Ende Vierter. Den dritten Platz verlor er erst beim letzten Rennen.
Die Ziele: Titel und Top 3
Finn ging mit klaren Vorgaben in seine letzte Saison auf der 125er. Die Ziele:
- Deutsche Meisterschaft: den Titel holen – „auf jeden Fall“.
- ADAC MX Masters: unter die Top 3 fahren – gegen ein starkes internationales Feld.
Das DM-Ziel hat Finn erreicht, in den Masters fehlte am Ende ein Platz. Er fuhr beide Serien komplett. Geplant waren zusätzlich einige Rennen der Europameisterschaft EMX. Das klappte in diesem Jahr aus mehreren Gründen nicht – „was auch ein bisschen schade war“, sagt Finn.
„Es war eine gelungene Saison mit dem deutschen Meistertitel.“
Finn Lange, #436
Deutsche Meisterschaft: der Titel
Der Sieg, der am meisten bedeutet
Besonders wichtig war für Finn der Sieg in Aichwald. Er kam früh in der Saison, und das auf Hartboden. „Das hat mir natürlich sehr viel Selbstvertrauen gegeben.“

Der Wendepunkt zur Saisonmitte: vier Siege in Folge
Ab Mitte der Saison gewann Finn konstant, viermal hintereinander. Spätestens da war ihm klar: „Den Titel muss ich nach Hause bringen.“

Ein Titel nach zwei schweren Jahren
Seinen letzten Titel hatte Finn 2023 geholt. 2024 und 2025 liefen eher durchwachsen. Umso schöner ist es, die 125er-Karriere mit der deutschen Meisterschaft abzuschließen.
Leicht zu verarbeiten war der Titel nicht: Danach stand noch ein Masters-Rennen an. Und weil der Titel fest eingeplant war, kam die große Freude erst später. Für Sponsoren, Freunde und Familie, vor allem für seinen Vater, hat der Titel eine besondere Bedeutung. In der Schule gratulieren ihm viele, die ihm in den sozialen Medien folgen. Dass vielleicht schon manche zu ihm aufschauen, kann Finn selbst noch kaum fassen.
„Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, freue ich mich natürlich schon sehr.“
Finn Lange über den DM-Titel
ADAC MX Masters: knapp an den Top 3 vorbei
In den Masters lief es durchwachsener. Es gab viele Rückschläge, aber Finn kämpfte sich fast immer zurück. Die Höhepunkte:
- Grevenbroich: Gesamtrang 4 zum Auftakt. Nach einem Startcrash im zweiten Lauf fuhr er von Platz 40 auf Platz 6.
- Dreetz: wieder Gesamtrang 4, dazu Platz 3 in einem Lauf.
- Bitche (Frankreich): Platz 3 in einem Lauf.
- Fürstlich Drehna: Beim Finale ging der dritte Gesamtrang noch verloren. „Sehr ärgerlich.“

Lehrstunde bei der Junioren-WM
Seinen schwersten Moment erlebte Finn bei der Junioren-Weltmeisterschaft im tschechischen Jinín. „Da lief es leider überhaupt nicht nach Plan.“ Er hatte sich selbst zu viel Druck gemacht und verpasste die Qualifikation knapp. Seine wahre Leistung konnte er dort nicht zeigen.

Bilanz: Ziele und Ergebnisse 2026
| Serie | Ziel | Ergebnis | Erreicht? |
|---|---|---|---|
| Deutsche Meisterschaft | Titel | Deutscher Meister 125 ccm; 5 von 9 Veranstaltungen gewonnen, davon 4 in Folge | Ja – Meister |
| ADAC MX Masters | Top 3 | Gesamtrang 4; zweimal P4 gesamt (Grevenbroich, Dreetz), Laufrang 3 in Dreetz und Bitche | Knapp verfehlt |
Ausblick: neues Kapitel auf der 250er
Finn hat in dieser Saison viel gelernt. Die DM-Siege haben ihm Selbstvertrauen gegeben, die Rückschläge in den Masters haben ihn weitergebracht. Jetzt folgt der Wechsel auf die 250er. Dort will er Fuß fassen und mehr international fahren, vor allem in der EMX, vielleicht eines Tages sogar vorn in der Weltmeisterschaft. Vorher steht aber das Abitur an.
„Erstmal die ersten Jahre auf der 250er gut absolvieren. Dann wird man sehen, was sich da noch entwickeln kann.“
Finn Lange
Quelle: Angaben von Finn Lange.




























