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Ein Renntag ist einer der günstigsten und ungewöhnlichsten Ausflüge, die Mecklenburg-Vorpommern zu bieten hat. Man braucht keine Eintrittskarte im Vorverkauf, keine Vorkenntnisse und keinen ganzen Tag. Was man braucht, steht hier.

Was kostet das?

Deutlich weniger, als die meisten vermuten. Die Vereine verlangen an der Tageskasse üblicherweise einen Betrag im einstelligen Eurobereich, Kinder zahlen häufig gar nichts. Bei Trainingstagen ist der Zutritt für Zuschauer oft frei. Zum Vergleich: Ein Nachmittag im Freizeitpark kostet ein Vielfaches.

Verbindliche Preise veröffentlichen die wenigsten Veranstalter vorab – ein Anruf beim Verein klärt das in einer Minute. Die Nummern stehen auf jeder Terminseite.

Was packt man ein?

  • Gehörschutz, besonders für Kinder. Motocross-Motoren sind lauter, als man erwartet.
  • Feste Schuhe. Geländestrecken sind uneben, nach Regen matschig.
  • Wetterfeste Kleidung. Gefahren wird auch bei Regen – und dann ist es oft am sehenswertesten.
  • Bargeld. Tageskassen und Imbissstände nehmen selten Karte.
  • Etwas zu trinken, auch wenn es meistens Verpflegung vor Ort gibt.

Wann lohnt sich welche Sportart?

Motocross ist die zugänglichste Variante: Man steht direkt an der Strecke, sieht die Fahrer aus wenigen Metern und hört, wie hart der Sport ist. Gut für Familien, weil man sich frei bewegt.

Speedway ist der Gegenentwurf – ein Stadion mit Sitzplätzen, Blick über die gesamte Bahn, jeder Lauf nach einer Minute entschieden. Wer nicht im Matsch stehen möchte, ist hier richtig. Abends unter Flutlicht ist es am eindrucksvollsten.

Enduro und Geländefahrten laufen über Stunden durch Wald und Feld. Man sucht sich eine technische Passage und lässt das Feld an sich vorbeiziehen. Ruhiger, aber landschaftlich der schönste Ausflug.

Oldtimer- und Mopedtreffen sind kein Rennen, sondern ein Spaziergang durch Technikgeschichte. Kein Lärm, kein Zeitplan, ideal mit älteren Angehörigen.

Mit Kindern hingehen

Am besten zu einem Nachwuchsrennen. Beim MX-Kids Race Day in Ludwigslust oder bei den Nachwuchsklassen der Landesmeisterschaft fahren Kinder auf 50-, 65- und 85-ccm-Maschinen – Gleichaltrige, keine Profis. Erfahrungsgemäß kommt die Frage „Kann ich das auch?“ danach von allein.

Wer selbst probieren will: Einige Vereine bieten Schnuppertrainings an, etwa der MSC Vier Tore in Neubrandenburg. Dafür braucht es weder eigene Maschine noch Lizenz.

Wie lange bleibt man?

Ein Renntag beginnt zwischen 8 und 9 Uhr mit dem freien Training und zieht sich bis in den Nachmittag. Niemand erwartet, dass man den ganzen Tag bleibt. Für einen ersten Eindruck reichen zwei Stunden – am besten am Vormittag, wenn Training und Zeittraining laufen und im Fahrerlager Betrieb ist.

Mit Urlaub verbinden

Mehrere Strecken liegen in Reichweite der Küste: Ueckermünde am Stettiner Haff, Barth vor dem Darß, Stralsund als Tor nach Rügen, Wolgast gegenüber Usedom. Ein Vormittag am Strand und ein Nachmittag an der Strecke lassen sich gut verbinden.

Im Binnenland bieten sich Güstrow mit Schloss und Dom, Ludwigslust mit Schlosspark und Burg Stargard mit der nördlichsten Höhenburg Deutschlands an.

Und wenn es regnet?

Dann wird gefahren. Abgesagt wird nur bei extremem Wetter. Ein Anruf beim Verein vor der Abfahrt schafft Klarheit – oder ein Blick auf dessen Facebook-Seite, dort stehen kurzfristige Änderungen zuerst.